Epigonia, Film

Mann trägt überdimensionale Insektenpuppe durch eine Karstlandschaft, dazu ein fragmen- tarisches Chatprotokoll in traumwandlerischer Klangkulisse – so meint man nach einigen Minuten den Film EPIGONIA ernüchternd in Stichworten charakterisieren zu können. Und doch ergibt sich in all der gebotenen Beiläufg- keit und Monotonie mit der Zeit schließlich ein seltsam packend schwebendes ästhetisches Erlebnis. Den üblichen Zwang nach Zweck, Grund, Ziel und Sinn zu fragen aufgebend taucht man ein in einen Zustand des allgemeinen Kommens und Gehens, und wird so ein stück- weit selbst Teil des Films. Abseits der Frage nach dem Woher und dem Wohin treibt man im Strom der Eindrücke, die Außen und Innen an einem vorbeiziehen, steht mitten unter den Protagonisten – Mann, Insektenpuppe, Chat, Musik und Landschaft – tragend und getra- gen-werdend.

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