bildnerische Begleitung einer Vorlesung von Peter Brandlmayr, IWF
Um Erkenntnisse zu generieren muß der Mensch an die Grenzen zum Unerforschten gehen, an die unbestimmten inneren und äußeren Ränder der Welt. Hier hofft er das Neue, das Unbekannte zu finden, stößt dabei aber auch immer wieder auf sich selbst und seine eigene Konstitution, indem er an den Rändern in Naturgesetzen, Göttern oder magischen Wesen auf Prinzipien stößt, die nicht nur die Welt sondern auch ihn selbst gebildet haben und ihm so ähnlich und doch fremd sind. Bei der Konzeption und Gestaltung von Wissenskulturen, Weltvorstellungen, Institutionen, Theorien, Texten, Abbildungen und vieles mehr gerät der Mensch immer wieder von neuem mit in jenes Bild, das er in deren Rahmen von der Welt zu erstellen versucht. Auch wenn es das Ziel wissenschaftlichen Arbeitens sein mag ein vom Menschen unabhängiges Bild der Welt – der Natur – zu erstellen, ist dafür immer noch ein Mensch und seine äußerst spezifische und beschränkte Wahrnehmungsfähigkeit ebenso wie seine Kreativität von Nöten.
Der Mensch kann seine ganz bestimmte Betrachtungsposition, nämlich die eines Menschen, nie verlassen.










